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Blaauwklippen Zinfandel Noble Late Harvest 2009

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Kurzübersicht

Dieser aussergewöhnliche Wein besticht durch Kakao-, Cassis- und Minzearomen, seine Weichheit, seine Eleganz, fein eingebundenen Tannine und die konzentrierte Fruchtrestsüsse im Abgang.
in französischen Eichenfässern
Restzucker: 155.2 g/l
Blaauwklippen Zinfandel Noble Late Harvest 2009Blaauwklippen Zinfandel Noble Late Harvest 2009
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Weingruppe Süssweine
Herkunft: Südafrika
Region Stellenbosch
Rating: (1 bis 5 aufsteigend) 4
Schwere: (1 bis 5 aufsteigend) 4
Einheit / Inhalt 75 cl
Weintyp Süssweine
Alkoholgehalt 12 %
Trinktemperatur: 12-14 °C
Tasting Note Dieser aussergewöhnliche Wein besticht durch Kakao-, Cassis- und Minzearomen, seine Weichheit, seine Eleganz, fein eingebundenen Tannine und die konzentrierte Fruchtrestsüsse im Abgang.
Verfügbarkeit Mailorder
Blaauwklippen Agr. Estate, Stellenbosch
Die Geschichte von Blaauwklippen führt zurück ins Jahr 1682, wobei auf der Farm ursprünglich Gemüse für die ersten Siedler am Kap angebaut wurde. Erster Eigentümer war Gerrit Visscher, ein niederländischer Töpfer. Der Besitz wurde ihm vom damaligen Gouverneur Simon van der Stel übertragen. Visscher, der niemals zuvor eine Farm besessen hatte, machte sich dennoch tapfer daran, das Land zu ebnen, die ersten Reben zu pflanzen und so für seinen Lebensunterhalt zu sorgen.

Guillaume Nel, einer der ersten Besitzer gilt als Namensgeber der Farm.: "De Blaauwe Klippe". "Blaauw" bedeutet blau und "klippen" Steine. Man sagt, daß die Steine des Flusses, der durch Blaauwklippen fließt, ein Mineral enthält, das die Felsen blau färbt.

Seit den Pioniertagen gab es auf Blaauwklippen eine Reihe von Eignern, von denen jeder seinen eigenen unverwechselbaren Stempel hinterlassen hat. Eine der zahlreichen Legenden um Blaauwklippen ist die des Industriellen Dirk Wouter Hoffmann, von dem man sagt, er habe das Manor Haus als Heim für seine 22 Kinder gebaut.

1999 wurde die Farm im Rahmen eines größeren Investitionsprogramms in Südafrika von Stefan Schörghuber gekauft und ist seitdem über den Eigentümer mit der renommierten Arabella-Gruppe in Südafrika verbunden.

Zinfandel
Eine eigenartige Sorte und eine wohlgeeignete dazu, um in Kalifornien einen Rotwein von Charakter zu erzeugen, der zumeist sehr langlebig ist.


Die Rebsorte ist die häufigste Rotwein-Rebe in den USA. In Kalifornien belegt sie mit 20.000 Hektar über 10% der Rebfläche. Hauptanbaugebiete sind Amador (Sierra Foothills), Dry Creek Valley, Alexander Valley, Paso Robles, Sonoma Valley (hier vorwiegend durch Joel Peterson, Ravenswood, mehr...), Lodi und Napa Valley. Zumeist wird die Zinfandel mit etwas Petit Sirah und in seltenen Fällen Carignan (z.B. Ridge Geyserville) verschnitten. Sie wird auch in den US-Staaten New Mexico, Texas und Oregon sowie in Australien und Südafrika kultiviert.

Sie hat überhaupt nichts mit der typisch österreichischen Sorte Zierfandler zu tun. Die Rebsorte Zinfandel gehört zur Gattung der Vitis vinifera.


Anfangs 1820 führte der Rebschul-Besitzer George Gibbs, Long Island, aus Österreich die Zinfandel-Rebe in die USA ein. Ab dem Jahre 1835 kannte man sie unter dem Namen Zinfindal im Nordosten der USA als Tafeltraube. Im Jahre 1859 gelangte sie nach Kalifornien und wurde zum Alltagsgetränk der Gold-Digger. Um 1870 einigte man sich endlich auf den Namen Zinfandel. Um 1885 reklamierte Arpad Haraszthy, dass sein Vater Agoston die Rebe um 1860 eingeführt hätte.


Die endgültige Lösung der Herkunft ist erst im Jahre 2002 gelungen. Im Jahre 1999 stellte Professor Carole Meredith von der University of California in Zusammenarbeit mit kroatischen Spezialisten durch DNS-Analysen fest, dass Zinfandel und die Sorte Primitivo (di Gioia) aus Apulien / Italien zwar nicht identisch, aber zwei Klone der gleichen Art sind. Der kroatische Rebenspezialist Ivan Pejic informierte Ende 2001, dass die in Kroatien heimische autochthone, rote Rebsorte Crljenak (auch Okatac) mit Zinfandel identisch sein könnte. Das wurde bestätigt. Die Crljenak wiederum ist ein Elternteil der Sorte Plavac Mali. Aus ihr werden zum Beispiel die hochwertigen Rotweine Dingac, Faros, Plavac, Peljesac und Postup gewonnen.


Die Zinfandel entwickelt ungleich grosse und damit auch ungleich reifende Beeren mit hohem Zuckergehalt im vollreifen Zustand. Daraus ergeben sich sehr volle, alkoholstarke und dunkelfarbene Weine. Insbesondere im (sehr heissen) San Joaquin Valley werden die Trauben ohne Schale vergoren und weisen deutliche Restsüsse auf. Diese Weine werden als White Zinfandel angeboten, obgleich sie eine blassrosa Farbe aufweisen. Dieser White Zinfandel ist als gekühlt getrunkener Sommerwein in den USA sehr beliebt. Charakteristisch für Duft und Geschmack guter Zinfandel-Weine sind Gewürznoten (Nelken, Zimt, schwarzer Pfeffer, Minze) und beerig-süße Frucht-Aromen (Himbeeren, Brombeeren, Schwarz- kirschen).

(Quelle: Ernesto Pauli)