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Badia a Coltibuono Chianti Classico Riserva DOCG 2006

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Kurzübersicht

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Weingruppe Rotwein
Herkunft: Italien
Region Toskana
Rating: (1 bis 5 aufsteigend) 4
Schwere: (1 bis 5 aufsteigend) 3
Einheit / Inhalt 75 cl
Verpackungseinheit: 6 Flaschen
Weintyp Kräftige Rotweine
Alkoholgehalt 14 %
Trinktemperatur: 16-18 °C
Tasting Note Schöne Fruchtnoten, sehr gute Struktur, warm und trocken. Weiche Komponente, ausgewogen, langer Abgang.
Verfügbarkeit Mailorder
Genussphase: 5 Jahre
Badia a Coltibuono
Vor ca. 1000 Jahren gründeten die Mönche von Vallombrosa Badia a Coltibuono, die „Abtei der guten Ernte“ als Ort der Meditation und Besinnung. Die ursprüngliche Siedlung dieses Ortes geht jedoch bis auf die Etrusker zurück, die vor 2000 Jahren diese Gegend und den gröβten Teil der Toskana beherrschten. Im Jahre 1051 entschieden sich die Mönche des Benediktiner-Ordens von Vallombrosa für den Klosterbau der Badia a Coltibuono. Gleichzeitig leiteten sie die Anpflanzung von Weinbergen in der Gegend des oberen Chianti ein, es handelte sich, um eine wahrhaftig historische und folgenreiche Entscheidung, denn die Wein-Produktion steigerte sich im Verlauf der Jahrhunderte beständig und führte zu einem blühenden Weinhandel. Im 15. Jahrhundert erlebte Coltibuono einen neuen wirtschaftlichen Aufschwung, auβerdem dehnte sich der Landbesitz der Mönche in dieser Gegend immer weiter aus. Unter der Schutzherrschaft von Lorenzo de‘ Medici kam die Abtei zu neuem Ruhm und Wohlstand. Als die Toskana jedoch im Jahre 1810 unter die Herrschaft Napoleons fiel, wurde das Kloster von französichen Truppen erst einmal besetzt, entweit und säkularisiert. Die Mönche wurden gezwungen die Abtei noch im Laufe desselben Jahres zu verlassen. In den darauffolgenden 2 Jahrzehnten wurde das Anwesen mehrmals verkauft und sogar versteigert. Im Jahre 1846 entschied sich der florentinische Bankier Michele Giuntini, Ur-Großvater der heutigen Besitzer Stucchi-Prinetti, für den Erwerb der Abtei. Der entscheidende Wandel ergab sich unter der Führung von Piero Stucchi-Prinetti während der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Es gelang ihm aus der Badia a Coltibuono einen modernen landwirtschaftlichen Betrieb zu machen, der sich sowohl in Italien als auch im Ausland stark behaupten konnte. Piero Stucchis Tochter Emanuela und deren Brüder Paolo und Guido, bemühen sich heute um die Fortsetzung dieses historischen Werkes.

Sangiovese
Eine ausgezeichnete Rotweintraube Italiens. Sie ist die Hauptvariante im Chianti-Gebiet, besonders für Chianti Classico aus der Toskana.


Die rote Rebsorte ist mit knapp 90.000 Hektar (das sind rund 10% der Gesamt-Rebfläche) die meist angebaute italienische Rotwein-Sorte und nach der weissen Trebbiano die zweithäufigste Rebsorte ganz Italiens. Die Sorte war vermutlich schon den Etruskern bekannt und ist uralten Ursprungs (die Bedeutung des Namens = "Blut Jupiters"). Bis in das 19. Jahrhundert war auch der Name Sangioveto (oder auch San Gioveto) gebräuchlich.


Die sorgfältig produzierten Weine sind nobel, voll, langsam reifend und von vornehmer und doch feuriger Trockenheit, im Abgang manchmal mit einem hauch von Bitterkeit.


Die bekanntesten Synonyme / Varietäten sind Brunello (Klon für den DOCG Brunello di Montalcino aus der Toskana), Morellino (an der Küste der Toskana), Nielluccio (auf der französischen Insel Korsika), Prugnolo Gentile (Klon für den DOCG Vino Nobile di Montepulciano), Sangiovese di Lamole (ein Klon in der Region Chianti in Greve), Sangiovese di Romagna (Klon für den gleichnamigen DOC-Rotwein).


Eine grobe Einteilung in zwei Familien ist möglich: Sangiovese Grosso (Brunello, Prugnolo Gentile und Sangiovese di Lamole) und Sangiovese Piccolo (Chianti), wobei sich dies auf die Grösse der Beeren bezieht und keine automatische Qualitäts-Einteilung bedeutet. Sangiovese ist die Grundlage für die DOCG-Weine Chianti, Chianti-Classico und Carmignano (in der Region Toskana) sowie Torgiano Rosso Riserva (in der Region Umbrien). Auch wird die Sangiovese für viele Super-Toskaner (in der Toskana) und für die DOC-Rotweine Rosso Conero und Rosso Piceno (in der Region Marken) verwendet und in weitern Regionen (Kampanien, Latium und Lombardei) kultiviert. In Übersee finden wir die Sorte vorwiegend in Kalifornien (Napa Valley) und in Argentinien (Mendoza).

(Quelle: Ernesto Pauli)


Canaiolo
Die weisse Rebsorte war früher sehr populär, wird heute aber rückläufig nur noch im Grenzgebiet der beiden italienischen Regionen Umbrien und Latium (wo sie zum Beispiel im DOC-Weisswein Orvieto enthalten ist) und in der Toskana kultiviert. Sie wird fast auschließlich als Verschnittpartner verwendet. Es gibt auch eine Canaiolo Nero.

(Quelle: Ernesto Pauli)