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Capaia 2007

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Kurzübersicht

Der Top Wein aus der Selektion Alexander von Essen.
Capaia 2007Capaia 2007
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Weingruppe Rotwein
Herkunft: Südafrika
Region Durbanville
Rating: (1 bis 5 aufsteigend) 4.5
Auszeichnungen 91 Punkte Wine Spectator
Schwere: (1 bis 5 aufsteigend) 3
Einheit / Inhalt 75 cl
Verpackungseinheit: 6 Flaschen
Weintyp Kräftige Rotweine
Alkoholgehalt 14 %
Trinktemperatur: 14-16 °C
Tasting Note Das Top Cuvee von Capaia ist ein kräftiger kompakter Bordeaux Blend mit klassischen Bouquet nach rotem Paprikagewürz, in Alkohol eingelegten Früchten und etwas Grphit/Rauch-Komponenten. Im Gaumen straff strukturiert mit noch etwas jugendlich trocknendem Gerbstoff, guter Länge und schöner rotbeeriger Frucht. Dezenter Schmezl. Am Anfang der Genussreife und wird noch 2-3 Jahre an Feinheit zulegen. Dekantieren!
Verfügbarkeit Mailorder, 24h Express, Shop Zürich
Genussphase: 8 Jahre
Capaia
Capaia gehört zum neuen Südafrikanischen Weinanbaugebiet Philadelphia nahe Durban Ville und bildet einen eigenen „ward“ (Gemarkung), den Oliphants Kop (Elefantenkopf). Es liegt etwa 30 km von Kapstadt und 10 km vom Atlantik entfernt.

Auf dem Gebiet einer ehemaligen Weizenfarm wurde Capaia 1997 von Ingrid und Alexander Baron von Essen sozusagen aus dem Nichts geschaffen. Der Baron hatte sich bereits seit 1987 mit seiner Weinhandels-Gesellschaft Selection Alexander von Essen mit Sitz am Tegernsee über die Grenzen Deutschlands hinaus einen Namen gemacht.

Herzstück von Capaia ist die auf 200 Meter Höhe in den Hang hineingebaute Kellerei. Sie wurde nach den Vorgaben von Tibor Gál und den Erfordernissen einer zeitgemäßen Vinifikation errichtet und ausgestattet.

An ihrer höchsten Stelle, unter dem Dach, befindet sich die Entladestation. Hier werden die Trauben entrappt, ohne Verletzung der Kerne gequetscht und wandern direkt in die Gärtanks. Bei der Maischegärung der Rotweine setzt Capaia vollständig auf 150-jährige französische Eiche in Gestalt von 52 Gärtanks mit einem Fassungsvermögen von jeweils 5000 beziehungsweise 8000 Litern. Sie sind temperaturregulierbar und kamen von der Tonnellerie Taransaud aus Cognac.


Die Rotweine bleiben in der Regel 25 bis 30 Tage auf der Maische. Der Weißwein, ein Sauvignon Blanc, wird ausschließlich in Edelstahltanks ausgebaut, sechs an der Zahl, mit einer Kapazität von je 8000 Litern. Für den Ausbau der Rotweine steht ein Fasskeller mit 1500 Barriques, ebenfalls aus dem Hause Taransaud, zur Verfügung.

Die Kreation der Weine wird durch die beiden international bekannten Consultant Winemaker Stephan Graf Neipperg und Armin Tement begleitet.

Alle Weine werden nach dem Château-Prinzip ausschließlich aus Trauben gekeltert, die auf dem Territorium von Capaia gewachsen sind. Flaggschiff und Markenzeichen des Weinguts ist Capaia, eine Cuvée aus den vier roten Rebsorten Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc und Petit Verdot. Der Boden der Weinberge stand Pate für Blue Grove Hill. Diesen Namen tragen der Weißwein, der Sauvignon Blanc, und der zweite Rotwein, eine Cuvée aus Cabernet Sauvignon und Merlot.

Das Klima, das zu den gesündesten der Erde zählt, bekommt Mensch wie Rebe gleichermaßen gut. Durch die Nähe zum Atlantik halten sich die Temperaturschwankungen in Grenzen und die Niederschlagsmenge hat mit 400 mm das Niveau des Mittelmeerraums.

Die Erde, auf der Capaia steht, ist ein heller Schiefer aus dem erdgeschichtlichen Mittelalter, der Trias, mit Lehmanteilen. Versteinerungen vorweltlicher Tiere finden sich ebenso wie junges Vulkangestein. Ausführliche Bodenanalysen, vorgenommen von den neuseeländischen Bodenforschern Daniel Schuster und Daniel Le Brun, ergeben einen hohen Mineralreichtum und gute Wasserspeicherung. Sie prädestinieren den Capaia-Schiefer zum idealen Untergrund für hochwertige und anspruchsvolle Rebsorten und fruchtige Weine von delikatem Duft.

Cabernet Sauvignon
Geschmackliche Assoziationen: Schwarze Johannisbeere, aber auch Brombeere, ähnlich wie Cassis, Schokolade, reife Pflaume, Gras, Paprika, Mineralien (tinte - artig), Minze, Lakritze; von der Eichenfasslagerung kommen dazu: süße Gewürze, Zimt, Vanille, Nelken; mit der Reifung entstehen Tabak, Bleistifte, Veilchen, Teeblätter. Varietäten alten Stils aus der Kapregion entwickeln manchmal auch teeriges, getrocknetes Heu, gummiartige, trockene Kräutermischung.


Die weltweit am meisten angebaute, klassische schwarze Traube der Welt ergibt einen großartigen Rotwein mit Alterungspotential; fein und stark, zu seiner besten Zeit und am reifsten mit Johannisbeeren - Aromen und mit Gerbsäuren gesättigt für eine lange Haltbarkeit, wird der Cabernet von den Spitzenproduzenten auf der ganzen Welt durchwegs in Eichenfässern gelagert. Am besten bekannt ist die Traube für ihre Dominanz in den Weinbergen des Bordeaux, wo sie normalerweise verschnitten wird (hauptsächlich mit Merlot und Cabernet franc). Cabernet, wie bereits erwähnt meist in Eichenfässern gelagert, ist in der Jugend häufig mit starken Gerbsäuren assoziiert, welche eine kräuselnde, aufregende Mundtrockenheit verursachen und die Grundlage für eine lange Reifung sind.


Eine gewisse geringfügige, frühe Härte mit ziemlich scharfen Pfefferaromen ist vollkommen richtig - vorausgesetzt, dass der Wein nicht "grün " oder bitter oder sehr unausgereift ist. Eine gedämpfte, laub- und grasartige, nussartige Qualität kann kann er auch haben; die ist eine Eigenschaft von vielen südafrikanischen Cabernets, die von den Weinbergen "des alten Klons" hergestellt werden. Weinberge "des neuen Klons" oder solche ohne Virusbefall und ohne das Problem unterschiedlicher Reife, welches einigen älteren Klonen anheim ist, bilden Weine mit geschmeidigen, fleischigen und reifen Fruchtqualitäten. 5.1% des südafrikanischen Weinbaus.


Merlot
Geschmackliche Assoziationen: Mineralien, Gewürze, Früchtekuchen, Pflaumen, Brombeeren, Veilchen, dazu Eichen - Anteile wie beim Cabernet falls Fass - gelagert; mit der Zeit Kaffee, Caramel.


Weltweit ist der Merlot momentan die populärste Traube und der populärste Rotwein. Seine wohlriechenden Duftstoffe und (normalerweise) weichere Struktur machen ihn früher zugänglich als den Cabernet, er ist eher "Restaurant - reif". Dies ist zwar nicht immer so, aber es ist vermutlich eine angemessene Verallgemeinerung. In Frankreich macht diese Varietät häufig in den Clarets des Bordeaux den kritischen Anteil aus, insbesondere in Zeiten schlechter Weinlesen. Es gibt eine Schule, die glaubt, dass das Klima am Kap den Merlot nicht benötigt, um den Cabernet zu verbessern. Er wird jetzt in zunehmendem Masse als " Variation" eigenständig abgefüllt. Es hat in letzter Zeit einige hervorragende Beispiele gegeben. Im Allgemeinen - aber keinesfalls immer - zeigen sie ein etwas weicheres Wesen und eine frühere Trinkbarkeit als der Cabernet. Manchmal irrtümlich für Cabernet gehalten, kann der Merlot der Kapregion eine mineralienhaltige, fruchtige Tiefe zeigen und ist, wie der Cabernet, am besten, wenn er Eichenfass - gelagert ist. 2.2% des südafrikanischen Weinbaus.


Cabernet Franc
Geschmackliche Assoziationen: Sehr ähnlich wie Cabernet-Sauvignon, im Allgemeinen jedoch einen Farbton weniger intensiv (einschließlich Farbe) und möglicherweise etwas krautartig, Heidekraut - artig.


In Bälde wird man mehr Cabernet franc als eigenständigen Wein finden können, als dies bisher der Fall war, da Cabernet franc mehrheitlich zum Verschnitt seines nahen Verwandten, des Cabernet Sauvignon eingesetzt wurde. Etwas früher knospend und reifend, ergibt er einen etwas fleischigeren Wein, der leichter und weniger Gerbstoff - beladen ist als der weitverbreitete Cabernet Sauvignon. Einige hervorragende neue Beispiele aus der Kapregion zeigen viel Individualität und sind viel versprechend. Unbedeutender Anteil am südafrikanischen Weinbau.


Petit Verdot
Zumeist als vierte Komponente in roten Bordeaux verwendet, wenn auch in sehr kleinen Proportionen, wie zum Beispiel Château Latour und Château Margaux. In Chile wird sie unter dem Namen Verdot kultiviert. Im Charakter etwas säuerlich, in kleinen Jahren grün und scharf. Sie erlebt auch eine Renaissance in Kalifornien und Australien.


Im McLaren Vale, 30 Kilometer südöstlich von Adelaide, in Südaustralien begann Geoff Johnston mit Petit Verdot zu experimentieren. Über den erforderlichen Platz musste er sich keine Gedanken machen, schließlich hatte sein Großvater Alexander Campbell Johnston zu den Pionieren der Weinregion südlich von Adelaide gehört und 1892 als Sohn schottischer Einwanderer dort 97 Hektar Land gekauft und sein Weingut gegründet. Er taufte es Pirramimma nach einem Wort der Aborigine-Sprache, das ›Mond und Sterne‹ bedeutet. Geoff Johnston setzte seine Experimente mit der alten Bordeaux-Sorte über elf Jahre fort. Dann endlich war er von den Resultaten so uneingeschränkt überzeugt, dass er mit dem Jahrgang 1994 an die Öffentlichkeit trat. Australiens erster Petit Verdot wurde sofort ein voller Erfolg. Seither versuchen sich viele Betriebe an dieser Sorte, aber die Johnstons bewahren ihren Vorsprung und bewirtschaften heute die ausgedehntesten Petit-Verdot-Pflanzungen Australiens.

(Quelle: Ernesto Pauli)