| Weingruppe | Rotwein |
|---|---|
| Herkunft: | Chile |
| Rating: (1 bis 5 aufsteigend) | 3 |
| Schwere: (1 bis 5 aufsteigend) | 3 |
| Einheit / Inhalt | 75 cl |
| Weintyp | Kräftige Rotweine |
| Alkoholgehalt | 14 % |
| Trinktemperatur: | 16-18 °C |
| Tasting Note | 89 Punkte Beverage Testing Institute 2012 Die Unterlage der Rebstöcke stammt von einem Klon der französischen Carmenère Reben aus der Zeit vor der Reblausplage. Die Lese erfolgt von Hand Ende April. In 18kg Boxen werden die Trauben sofort danach in die Kellerei gebracht und dort einer sorgfältigen Kontrolle unterzogen. Vergärung in Stahltanks während 7 Tagen, anschliessend 10-tägige Verweilzeit auf der Maische. Der Wein durchläuft auch die Phase des biologischen Säureabbaus. Reifephase des Jungweins wärmend 10 Monaten in kleinen, 225liter fassenden Barriques. Granatrote Farbe, violettfarbene Reflexe. Intensive Aromen von reifen Kirschen und Brombeeren, mit feinen Noten nach roten Paprikaschoten, getrockneten Früchten und Gewürzen. Sehr samtig am Gaumen, füllig, ausgewogen und elegant. |
| Verfügbarkeit | Mailorder |
| Genussphase: | 5 Jahre |
Echeverria

Seit der Jahrhundertwende galt Echeverria als hervorragender Traubenlieferant und Produzent feiner Tankweine für bekannte chilenische Weinhandelshäuser. Seit 1992 füllt und vermarktet Echeverria seine Top-Weine unter dem eigenen Namen. Das Weingut umfasst 80 Hektaren eines zusammenhängenden Weinberges, der mit verschiedenen französischen Sorten auf ungepfropften Reben bepflanzt ist.
Die reifen Trauben werden alle von Hand gelesen und in kleinen Kisten in die Kellerei transportiert. Die Kellerei, im Herzen der Weinberge, erlaubt sehr kurze Wege und somit eine äusserst schonende Verarbeitung des Lesegutes.
Cabernet Sauvignon
Geschmackliche Assoziationen: Schwarze Johannisbeere, aber auch Brombeere, ähnlich wie Cassis, Schokolade, reife Pflaume, Gras, Paprika, Mineralien (tinte - artig), Minze, Lakritze; von der Eichenfasslagerung kommen dazu: süße Gewürze, Zimt, Vanille, Nelken; mit der Reifung entstehen Tabak, Bleistifte, Veilchen, Teeblätter. Varietäten alten Stils aus der Kapregion entwickeln manchmal auch teeriges, getrocknetes Heu, gummiartige, trockene Kräutermischung.
Die weltweit am meisten angebaute, klassische schwarze Traube der Welt ergibt einen großartigen Rotwein mit Alterungspotential; fein und stark, zu seiner besten Zeit und am reifsten mit Johannisbeeren - Aromen und mit Gerbsäuren gesättigt für eine lange Haltbarkeit, wird der Cabernet von den Spitzenproduzenten auf der ganzen Welt durchwegs in Eichenfässern gelagert. Am besten bekannt ist die Traube für ihre Dominanz in den Weinbergen des Bordeaux, wo sie normalerweise verschnitten wird (hauptsächlich mit Merlot und Cabernet franc). Cabernet, wie bereits erwähnt meist in Eichenfässern gelagert, ist in der Jugend häufig mit starken Gerbsäuren assoziiert, welche eine kräuselnde, aufregende Mundtrockenheit verursachen und die Grundlage für eine lange Reifung sind.
Eine gewisse geringfügige, frühe Härte mit ziemlich scharfen Pfefferaromen ist vollkommen richtig - vorausgesetzt, dass der Wein nicht "grün " oder bitter oder sehr unausgereift ist. Eine gedämpfte, laub- und grasartige, nussartige Qualität kann kann er auch haben; die ist eine Eigenschaft von vielen südafrikanischen Cabernets, die von den Weinbergen "des alten Klons" hergestellt werden. Weinberge "des neuen Klons" oder solche ohne Virusbefall und ohne das Problem unterschiedlicher Reife, welches einigen älteren Klonen anheim ist, bilden Weine mit geschmeidigen, fleischigen und reifen Fruchtqualitäten. 5.1% des südafrikanischen Weinbaus.
Die weltweit am meisten angebaute, klassische schwarze Traube der Welt ergibt einen großartigen Rotwein mit Alterungspotential; fein und stark, zu seiner besten Zeit und am reifsten mit Johannisbeeren - Aromen und mit Gerbsäuren gesättigt für eine lange Haltbarkeit, wird der Cabernet von den Spitzenproduzenten auf der ganzen Welt durchwegs in Eichenfässern gelagert. Am besten bekannt ist die Traube für ihre Dominanz in den Weinbergen des Bordeaux, wo sie normalerweise verschnitten wird (hauptsächlich mit Merlot und Cabernet franc). Cabernet, wie bereits erwähnt meist in Eichenfässern gelagert, ist in der Jugend häufig mit starken Gerbsäuren assoziiert, welche eine kräuselnde, aufregende Mundtrockenheit verursachen und die Grundlage für eine lange Reifung sind.
Eine gewisse geringfügige, frühe Härte mit ziemlich scharfen Pfefferaromen ist vollkommen richtig - vorausgesetzt, dass der Wein nicht "grün " oder bitter oder sehr unausgereift ist. Eine gedämpfte, laub- und grasartige, nussartige Qualität kann kann er auch haben; die ist eine Eigenschaft von vielen südafrikanischen Cabernets, die von den Weinbergen "des alten Klons" hergestellt werden. Weinberge "des neuen Klons" oder solche ohne Virusbefall und ohne das Problem unterschiedlicher Reife, welches einigen älteren Klonen anheim ist, bilden Weine mit geschmeidigen, fleischigen und reifen Fruchtqualitäten. 5.1% des südafrikanischen Weinbaus.
Shiraz/Syrah
Geschmackliche Assoziationen: Anfangs pfefferig - würzig, Brombeeren; später ledernes Gewürz, (Kakao)fudge, Jagd, Teer und Rauch. Auch Veilchen.
Shiraz ist auch unter dem Namen Syrah bekannt. Ergibt einen tendenziell schweren, wohlschmeckenden Wein mit Tiefgang, der schneller reift als der Cabernet Sauvignon und deshalb manchmal als Verschnitt mit ihm gebraucht wird. Eigenständig kann er unterschiedlich altern; man sucht nach rauchiger, parfümierter, weicher, schokoladenartiger Wärme. Die Kapregion brachte seit den späten 1980'er Jahren eine Anzahl von guten Shirazweinen hervor; zuvor waren sie häufig zu schwer, flach, manchmal teerig und unbeholfen. 1.3% des südafrikanischen Weinbaus.
Shiraz ist auch unter dem Namen Syrah bekannt. Ergibt einen tendenziell schweren, wohlschmeckenden Wein mit Tiefgang, der schneller reift als der Cabernet Sauvignon und deshalb manchmal als Verschnitt mit ihm gebraucht wird. Eigenständig kann er unterschiedlich altern; man sucht nach rauchiger, parfümierter, weicher, schokoladenartiger Wärme. Die Kapregion brachte seit den späten 1980'er Jahren eine Anzahl von guten Shirazweinen hervor; zuvor waren sie häufig zu schwer, flach, manchmal teerig und unbeholfen. 1.3% des südafrikanischen Weinbaus.
Carménère
Eigentlich stammt die rote Rebsorte Carmenere aus dem Bordeaux, Frankreich. Besonders im Medoc und Saint Emilion war sie als "Grande Vidure" mit Cabernet Franc zu Cuvées vermählt Bestandteil vieler hervorragender Weine. Die Carmere war allerdings sehr empfindlich, verrieselte leicht, brachte in schwierigen Jahren entsprechend wenig Ertrag und hat deshalb an der Gironde stark an Bedeutung verloren.
Erfolgreich ist sie hingegen in Chile. Dass es mit der Carmenère auch eine typisch chilenische Rebe gibt, wurde allerdings erst im Jahre 1991 aktenkundig.
Silvestre Ochagavia führte um 1851 viele klassische französische Rebsorten nach Chile ein – noch bevor der Echte Mehltau und die Reblaus zuschlugen und den Weinbau in Europa flächendeckend lahm legten. In den reblausfreien Weingärten Chiles hatte die Carmenère eine Zukunft und wurde dort allerdings bis Anfang der neunziger Jahre für einen besonders interessanten Vertreter der Rebsorte Merlot gehalten. Erst jahrelange Untersuchungen des französischen Ampelographen Jean-Michel Boursiquot (geb. 1958) zeigten auf, dass es sich bei der Carmenère nicht etwa um einen speziell interessanten Klon der Merlot handelte, sondern um die alte Vitis vinifera aus dem Bordelais. Winzer schätzten, dass zwischen 60-90 % ihrer Merlot-Reben sich schlussendlich als Carmenère enttarnten.
In Chile wird die Carmenère heute auf weit mehr als 6'000 ha kultiviert. Im Jahr 1997 wurden erst 330 ha offiziell gemeldet. Ein Jahr später vergrösserte sich die Rebfläche schon auf 1697 ha und im Jahr 1999 wurde sie mit mehr als 2'306 ha angegeben. Es dauerte Jahre, bis die tatsächlich in den Weinbergen vermischten Rebstöcke der Merlot und Carmènere bereinigt wurden.
Boursiquot beschaffte sich übrigens sein Know-how der Ampelographie im Weinbau-Institut Montpellier (Frankreich) unter Pierre Galet (geb. 1921). In Zusammenarbeit mit der University of California wirkte er später massgeblich bei der Abstammungs-Aufklärung verschiedener Rebsorten, wie beispielsweise Chardonnay, Durif, Gouais Blanc, Petite Sirah und Syrah mit. Er blieb an der University of California, wo er eng mit mit Dr. Carole Meredith zusammenarbeitet.
Italienische Winzer aus dem Friaul belächelten den Irrtum der Chilenen etwas, mussten sich aber selbst an der Nase nehmen, weil auch bei ihnen zu Hause oft Wein aus der Carmenere als Cabernet Franc etikettiert wurde. Sie sind sich sehr ähnlich und möglicherweise ist die Carmenere mit der Cabernet Franc tatsächlich verwandt.
Die Carmenère-Rebsorte hat zwar eine eigenwillige, recht pikante Note, ist dafür aber unglaublich süffig. Richtig pfeffrig, mit einer köstlich integrierten Fruchtsüsse und viel Stoff, erinnert dieser schwere Rote an einen guten Bordeaux.
Heute findet man die Carmenère u.a. in sehr unterschiedlichen Anbauflächen auch in Argentinien, Bulgarien, Brasilien, Griechenland, Ungarn, Deutschland, Russland, der Türkey, der Schweiz und Italien.
Erfolgreich ist sie hingegen in Chile. Dass es mit der Carmenère auch eine typisch chilenische Rebe gibt, wurde allerdings erst im Jahre 1991 aktenkundig.
Silvestre Ochagavia führte um 1851 viele klassische französische Rebsorten nach Chile ein – noch bevor der Echte Mehltau und die Reblaus zuschlugen und den Weinbau in Europa flächendeckend lahm legten. In den reblausfreien Weingärten Chiles hatte die Carmenère eine Zukunft und wurde dort allerdings bis Anfang der neunziger Jahre für einen besonders interessanten Vertreter der Rebsorte Merlot gehalten. Erst jahrelange Untersuchungen des französischen Ampelographen Jean-Michel Boursiquot (geb. 1958) zeigten auf, dass es sich bei der Carmenère nicht etwa um einen speziell interessanten Klon der Merlot handelte, sondern um die alte Vitis vinifera aus dem Bordelais. Winzer schätzten, dass zwischen 60-90 % ihrer Merlot-Reben sich schlussendlich als Carmenère enttarnten.
In Chile wird die Carmenère heute auf weit mehr als 6'000 ha kultiviert. Im Jahr 1997 wurden erst 330 ha offiziell gemeldet. Ein Jahr später vergrösserte sich die Rebfläche schon auf 1697 ha und im Jahr 1999 wurde sie mit mehr als 2'306 ha angegeben. Es dauerte Jahre, bis die tatsächlich in den Weinbergen vermischten Rebstöcke der Merlot und Carmènere bereinigt wurden.
Boursiquot beschaffte sich übrigens sein Know-how der Ampelographie im Weinbau-Institut Montpellier (Frankreich) unter Pierre Galet (geb. 1921). In Zusammenarbeit mit der University of California wirkte er später massgeblich bei der Abstammungs-Aufklärung verschiedener Rebsorten, wie beispielsweise Chardonnay, Durif, Gouais Blanc, Petite Sirah und Syrah mit. Er blieb an der University of California, wo er eng mit mit Dr. Carole Meredith zusammenarbeitet.
Italienische Winzer aus dem Friaul belächelten den Irrtum der Chilenen etwas, mussten sich aber selbst an der Nase nehmen, weil auch bei ihnen zu Hause oft Wein aus der Carmenere als Cabernet Franc etikettiert wurde. Sie sind sich sehr ähnlich und möglicherweise ist die Carmenere mit der Cabernet Franc tatsächlich verwandt.
Die Carmenère-Rebsorte hat zwar eine eigenwillige, recht pikante Note, ist dafür aber unglaublich süffig. Richtig pfeffrig, mit einer köstlich integrierten Fruchtsüsse und viel Stoff, erinnert dieser schwere Rote an einen guten Bordeaux.
Heute findet man die Carmenère u.a. in sehr unterschiedlichen Anbauflächen auch in Argentinien, Bulgarien, Brasilien, Griechenland, Ungarn, Deutschland, Russland, der Türkey, der Schweiz und Italien.



